Muskelaufbau mit Creatin und Co.

Creatin ist vor allem unter den Bodybuildern bekannt, da es in kürzester Zeit für einen schnellen Muskelaufbau sorgen soll. Doch hält es tatsächlich was es verspricht?

Creatin ist ein Stoff, der in unserem Körper zu finden ist und für eine schnelle Versorgung mit Energie sorgt. Von daher ist es unter anderem für Gehirn und Herz unabdingbar. In einem durchschnittlichen ausgewachsenen Körper sind etwa 100 Gramm Creatin, das unter anderem über die Ernährung (Fisch, Fleisch) aufgenommen wird. Der Körper kann den Stoff aber auch selbst herstellen, weshalb eine externe Aufnahme prinzipiell nicht notwendig ist.

Creatin ist auf dem Supplementemarkt ein stark nachgefragtes Produkt, vor allem Supplements aus den USA. Da immer wieder unglaubliche Erfolgsgeschichten veröffentlicht werden, die das Produkt “hypen”. Nun gilt es jedoch die Frage zu klären, ob es tatsächlich wirkt oder lediglich eine Werbemaßnahme ist. Je nach Genetik, Essverhalten und Kalorienzufuhr des Anwenders kann die Wirksamkeit dieses Supplements stark variieren. Wer Creatin einnimmt, wird seinen Creatinspeicher vergrößern, was zu einer Leistungssteigerung von bis zu 20% führen kann. In Studien wurde auch bereits nachgewiesen, dass der Stoff nicht nur den Muskelaufbau der einzelnen Fasertypen unterstütze, sondern auch die Kohlehydrat-Einlagerung in die Zellen. Forschungen, die heutzutage durchgeführt werden, gehen aber nicht nur der Frage im Bezug auf das Muskelwachstum nach, sondern begibt man sich hier auf ganz neue Gebiete. So wurde herausgefunden, dass beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder bei Herzrhythmusstörungen eine positive Wirkung erzielt werden kann. Darüber hinaus bietet der Stoff eine Schutzwirkung auf das Gehirn und die Nervenzellen und kann auch bei Krebs und Aids zum Einsatz kommen. Es scheint also, als wäre Creatin ein Allheilmittel, jedoch stehen noch viele Forschungsergebnisse aus.

In Puncto Nebenwirkungen existieren zwar noch keine Studien, allerdings wird dem Supplement eine gewisse Gesundheitsgefährdung nachgesagt. Durch die zusätzliche Speicherung von Wasser kann das Gewicht etwas ansteigen. Wichtig ist, dass während der Einnahme 1-2 Liter pro Tag getrunken werden, um Kopfschmerzen zu vermeiden. Weiterhin raubt das Creatin dem Körper Magnesium, weshalb es eventuell zu Krämpfen kommen kann.

Wer sollte Creatin einnehmen?

Creatin bietet einen gewissen Schutz bei übermäßiger Belastung und lässt die Muskulatur schneller regenerieren. Im Spitzensportlerbereich gibt es ganz verschiedene Einnahmeschemata (Bspw.: Bis zu 20 Gramm während den ersten sieben Tagen und danach nur noch 1-4 Gramm). In diesem Fall kann mit einer schnellen Leistungssteigerung gerechnet werden.

Wie gut ist die Qualität der einzelnen Produkte?

Im Internet wird man sowohl gute als auch schlechte Produkte finden. Da es immer mehr Händler gibt und ein regelrechter Preiskampf herrscht, wird Creatin nur zu oft als Schnäppchen verkauft. Es muss jedoch immer auf die Reinheit der Rohstoffe geachtet werden. Erfahrungsberichte sollten bei einem fremden Hersteller auf jeden Fall studiert werden. Die meisten Billigrohstoffe stammen aus China und enthalten des Öfteren Schwermetalle und andere Giftstoffe. Das wiederum kann zu schweren Magen-Darm-Problemen führen. Die Frage nach der Herkunft der Rohstoffe sollte von daher immer geklärt werden. Billigprodukte werden bis zu viermal günstiger sein, als Produkte, die im deutschen Raum hergestellt und verarbeitet werden.

Die Einnahme von Creatin und Protein

Die Einnahme von Creatin im Bereich des Bodybuildings kann aufgeteilt werden und somit z.B. direkt nach dem Aufstehen und direkt nach dem Training genommen werden. Darüber hinaus kann es auch gut mit Whey Protein kombiniert und zusammen in einem Shake verzehrt werden.